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| Informatics Camp an der Universität Bern - Rückblick |
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| Informatik als Grundlage für (natur)wissenschaftliche Forschung |
Programmieren ist aus der (natur)wissenschaftlichen Forschung nicht wegzudenken. Als Partner von Informatica08 führt der Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden mit Unterstützung der Haslerstiftung, der Universität Bern (IAM) und der ETH Zürich (ITE) als Vorprogramm des Swiss Scientific Olympiads Day das Informatics Camp durch.
Jugendlichen aus den Disziplinen Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik, welche sich an den Wissenschafts-Olympiaden besonders ausgezeichnet haben, wurdenin einem zweitätigen Camp im Programmieren gefördert. Angeboten wurde ein Blitzeinstieg für Neulinge: Scatch programmiert man wie beim Lego Spiel. Jedes Programmierkonzept ist ein grafischer Baustein. Auch Logo macht abstrakte Befehle auf dem Bildschirm sichtbar und lädt spielerisch zum Linien und Formen kreieren ein. Jugendliche mit Grundkenntnissen lernten Squeak kennen – eine dynamische Programmierumgebung und lösten Aufgaben und Knacknüsse der Schweizer Informatik-Olympiade. Die Gruppe für besondere Herausforderungen programmierte Sensoren und testete, was Squeak auf höherem Niveau leisten mag.
Ein Chemiker und ein Biologe, die als Mittelschüler selbst an den Wissenschafts-Olympiaden teilgenommen haben, stellten ihre eigenen Forschungsprojekte zu den Themen Populationsgenetik und Proteinen vor, die ohne Programmierkenntnisse nie realisierbar gewesen wären.
Abstracts der einzelnen Workshops:
Prof. Dr. Torsten Braun: Universität Bern (IAM)
Wireless Sensor Networks - Programming Sensor Nodes in C
Drahtlose Sensorknoten können physikalische Daten messen, verarbeiten und mit Hilfe drahtloser Kommunikation an den Benutzer übertragen. Wir untersuchen den Entwurf von Algorithmen, um Daten aus drahtlosen Sensornetzen abzurufen, und wie Sensorknoten programmiert werden können.
Wireless sensor nodes measure physical data, process them and deliver them using wireless communications to the user. We study the design of algorithms for retrieving data from wireless sensor networks and how sensor nodes can be programmed.
Typ: Workshop für Gruppe C
Mehr zum Forschungsgebiet:
Buchempfehlung: Holger Karl, Andreas Willig, Protocols and Architectures for Wireless Sensor Networks (Taschenbuch)
Prof. Dr. Oscar Nierstrasz: Universität Bern (IAM)
Programming with Squeak Smalltalk – a dynamic programming language and environment
In Squeak ist alles ein Objekt. Noch während des Programmierens kann die Umgebung geändert werden. Dies macht Sqeak nicht nur zu einer dynamischen Umgebung, sondern ermutigt die Programmierenden ihre Probleme als interagierende Objekte zu modellieren. Kurz: Programmieren ist modellieren.
In Squeak, everything is an object. You can change the environment as you program. This makes Squeak not only a very dynamic environment, but it encourages you to model your problem in terms of interacting objects. In short, "Programming = Modeling".
Typ: Workshop für Gruppe B und C
mehr zu Squeak und Download
mehr zum Forschungsgebiet:
Buchempfehlung: Oscar Nierstrasz, Stéphane Ducasse, Damien Pollet, Andrew P. Black, Squeak by Example
Dr. Orla Greevy. Institut für angewandte Mathematik der Universität Bern
Discovering Programming Through Scratch
Scratch ist eine Programmierumgebung mit der Programmieren zum reinen Spass wird. Es soll gezeigt werden, wie mit Animationen, Musik und Kunst eigene interaktive Kreationen angefertigt werden können. Wir arbeiten und durch eine Anzahl einfacher Übungen und führen dabei in grundsätzliche Programmierkonzepte wie Bedingung, Schlaufe, Variablen und Nachricht ein. Das Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden die Fähigkeit zu geben, selber zu programmieren und ihre Fertigkeiten bei Problemlösestrategien einzusetzen.
The Scratch programming environment makes programming fun. We show you how you can quickly discover how to make your own interactive creations with animation, music, art. We work through a set of simple exercises, and use these to introduce you to some fundamental programming concepts such as conditionals, looping, variables and message sending. The goal of the workshop is to equip you with the skills to build your own programs and simulations and learn to apply these skills to solve problems.
Typ: Workshop für Gruppe A<
Mehr zu Scratch und Download: http://scratch.mit.edu/
Forschungsgebiet: http://www.iam.unibe.ch/~greevy/
Richard Kralovic, Information Technology and Education, ETH
Aufgaben und Herausforderungen der Schweizer Informatik-Olympiade
In diesem Workshop werden euch einige ausgewählte Aufgaben der Schweizer Informatik-Olympiade 2007 und der 1. Runde der Informatik-Olympiade 2008 vorgelegt. Im ersten Teil, werde ihr die Gelegehneit haben, euch Gedanken zu diesen Aufgaben zu machen, sie in Gruppen zu diskutieren und zu versuchen, sie auf dem Computer zu implementieren. Im zweiten Teil werden wir die optimalen Lösungen besprechen. Bei den meisten Aufgaben braucht es nicht besonders fortgeschrittene Programmierkenntnisse, sondern eher eine gute Idee. Ich hoffe, ihr werdet Spass haben beim Rätsel lösen.
In this workshop, some selected tasks from SOI 2007 and Round 1 of SOI 2008 will be presented. In the first part (on Friday afternoon), you will have an opportunity to think about these tasks, discuss them with your peers and try to implement them on a computer. The second part (on Saturday morning) will be devoted mainly to the explanation of the optimal solutions. Most of the tasks will not require advanced programming skills to solve them, but rather a clever idea. Hopefully, you will have a good time while solving these computer science puzzles.
Typ: Worshop für Gruppe B
Mehr zur Schweizer Informatik-Olympiade: www.soi.ch
Forschungsgebiet: http://www.ite.ethz.ch/
Björn Steffen, Information Technology and Education, ETH
Programmieren mit Logo
Logo ist eine ausgezeichnete Sprache, um Programmieren zu lernen und bietet Programmierkonzepte wie Schleifen, Bedingungen, Prozeduren, etc. Die Programmierenden können eine "Schildkröte" mit Kommandos so einfach wie mit vorwärts, zurück, rechts und so weiter bewegen. Bei jedem Schritt hinterlässt die Schildkröte eine Spur hinter sich, wodurch Zeichnungen erzeugt werden. Dieser sehr intuitive graphische Ansatz macht Logo zu einer idealen Sprache für EinsteigerInnen.
Logo is an excellent language to begin learning with, as it teaches the basics of things like loops, tests, procedures, etc. The user moves an object called a "turtle" around the screen using commands as simple as forward, back, right, and so on. As it moves, the turtle leaves a trail behind it, and so it is therefore possible to create drawings. Operations on lists and words are also possible. This very intuitive graphical approach makes Logo an ideal language for beginners.
Typ: Workshop A
Mehr über Logo und Download: http://xlogo.tuxfamily.org/
Materialen zu Logo: http://www.ite.ethz.ch/kids/LogoMaterials
Forschungsgebiet: http://www.ite.ethz.ch/
Sacha Javor: Departement Chemie, Universität Bern, Ehemaliger Teilnehmender Biologie-Olympiade
Dynamique Moléculaire: Simulation et analyse des mouvements d'une protéine
Die Struktur von Proteinen kann mit Röngtenstrahlen bestimmt werden. Ausgehend von dieser Struktur werden mit Computerprogrammen wie GROMACS die inneren Bewegungen dieser Proteine simuliert – auf diese Weise wird das Verständnis für das Funktionieren dieser Proteine verbessert.
Dans le cadre de notre recherche, il s'agit de prendre une protéine pour laquelle une structure aux rayons X a été déterminée. A partir de la structure il est possible de simuler, à l’aide de logiciels comme CROMAC, les mouvements internes et comprendre un petit peu mieux le fonctionnement.
Typ: Workshop zum Wählen
Mehr über GROMACS und Download: http://www.gromacs.org/
Links zur Forschung in bioorganischen Chemie: http://dcbwww.unibe.ch/groups/reymond/
Daniel Wegmann, Zoologisches Institut, Universität Bern, Ehemaliger Teilnehmer und Präsident der Biologie-Olympiade, Präsident des Verbands
From DNA to population history
Seit es möglich ist, im grossen Stil den Genotyp zu bestimmen, können genetische Daten in einem nie da gewesenen Ausmass erhoben werden. Die genetischen Unterschiede von Individuen und Populationen können routinemässig an hunderten von Stellen des Genoms untersucht werden. Man hofft mit diesen riesigen Datensets die evolutionären Kräfte, welche die Diversität vieler Spezies inklusive der Menschheit verursacht haben, besser zu verstehen und Regionen des Genoms zu identifizieren, welche in vergangene Selektionsereignisse involviert waren. Ich werde zeigen, wie man auf einige der vorhandenen Datensets zugreift und wie wir daraus unsere eigene Vergangenheit entdecken können.
With the advent of large scale genotyping techniques, genetic data can be produced at an unprecedented scale, and the genetic variability of individuals and population can now routinely be examined at hundreds of loci across the genome. These large data sets offer the hope to better understand the evolutionary forces having shaped the diversity of many species, including humans, and to identify genome regions involved in past selective events. I show how to access some of the avaiable datasets and outline approaches to discover our own past from them.
Typ: Workshop zum Wählen
Software: http://cmpg.unibe.ch/software.htm
Forschungsgebiet: http://cmpg.unibe.ch/
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